Krefeld. Stadt der vier Wälle – demnächst der fünf?
Zwischen den beiden Weltkriegen befand sich dort die Polsterei Beltz. Die täglich aus der Werkstatt bis zu den Anwohnern dringenden, lautstark vorgetragenen Arien und Lieder des Firmeninhabers brachten ihm in der Nachbarschaft den Spitznamen „Caruso“ ein – in Anlehnung an den berühmten Tenor Enrico Caruso. Aus diesem Spitznamen entstand im Volksmund schließlich die Bezeichnung „Caruso-Wall“ für die zuvor namenlose Gasse.
Die Bürgergesellschaft Schinkenplatz e. V. ist für das sogenannte Kronprinzenviertel zuständig und hatte bei einem gemeinsamen Rundgang mit Vertretern der FDP auf die fehlende Ausschilderung des Gässchens und seine Geschichte aufmerksam gemacht.
„Wir erwarten nicht, dass der Caruso-Wall eine ernsthafte Konkurrenz für den Ost-, den West- und den Süd- sowie den Nordwall sein wird. Es würde jedoch ein Stuck Lokalkolorit im Kronprinzenviertel wieder aufleben lassen“, so die Freien Demokraten.