Krefelds Straßen: FDP fordert Weg vom Dauer-Flicken, hin zu mehr Substanzsanierung
Wenn die Schlagloch-Reparaturen bis in den Sommer laufen, bleibt für echte Sanierungen zu wenig Zeit. Die FDP-Ratsgruppe fordert klare Prioritäten und dauerhaft wirksame Verfahren.
KBK-Vorstand Andreas Horster berichtete u. a. in der Bezirksvertretung Ost am 19.02.2026, dass die aktuelle Schlaglochlage die Instandsetzungskapazitäten noch über Monate binden wird.
Hans Tenberg, Ratsherr der FDP-Ratsgruppe (stellv. Vorsitzender) und Mitglied im KBK-Verwaltungsrat: „Wenn wir bis in den Sommer hinein primär flicken, bleibt für echte Straßensanierungen faktisch nur ein kurzer Herbstkorridor. So bauen wir den Investitionsstau nicht ab. Wir brauchen effektivere Verfahren, eine härtere Priorisierung und mehr Maßnahmen, die wirklich halten.“
Aus Sicht der FDP-Ratsgruppe gehört dazu auch, unbequeme Optionen mitzudenken: „Wir müssen ergebnisoffen prüfen, ob wir bei einzelnen besonders maroden Straßen das ständige Flicken reduzieren, um Zeit und Geld für richtige Sanierungen freizuspielen. Bei ausgewählten Nebenstraßen können temporäre Maßnahmen wie Schrittgeschwindigkeit, Umleitungen oder punktuelle Sperrungen sinnvoll sein. Das ist kurzfristig belastend, aber ohne solche Entscheidungen kommen wir aus dem Investitionsstau nicht heraus.“
Tenberg verweist dabei auf einen Beschluss der FDP-Kreispartei, der hierzu Leitlinien und Ansatzpunkte formuliert. „Diesen Kompass bringen wir jetzt konsequent in die weiteren Beratungen mit Verwaltung und KBK ein, damit daraus schnell eine priorisierte, umsetzbare Sanierungsstrategie wird.“