Obdachloseneinrichtung an der Feldstraße
Die FDP-Ratsgruppe hat über den Sozialausschuss und die Bürgersprechstunde am 17. März im Freizeitzentrum Süd erfahren, dass die Obdachloseneinrichtung an der Feldstraße Ihre gewohnten Zugangspraktiken geändert hat. Durch den erschwerten Zugang, der ein Verweilen der Nutzer tagsüber nicht mehr vorsieht, verschärft sich die Situation für die Anwohner. Es wird von Belästigungen und einem gestörten Sicherheitsgefühl gesprochen.
Selbstverständlich steht die Sicherheit der Mitarbeiter der Einrichtung dem nicht nach und muss zu jeder Zeit gegeben sein. Allerdings darf das nicht zu Lasten des Viertels und seiner Anwohner gehen. Weil es zu Ansammlungen von Nutzern an den Haltestellen, in den Hauseingängen und nicht zumutbaren Verschmutzungen kommt, regt der Sprecher im Sozialausschuss Sebastian Stachelhaus an: „Wir haben großen Respekt vor den Aufgaben der Sozialarbeiter und danken für den täglichen Einsatz. Wir sollten als Bürgerschaft und Stadtgesellschaft aber auch die berechtigten Interessen der Anwohner wahren können. Nur weil einzelne sog. „Systemsprenger“ den Regelbetrieb stören, können wir das Viertel nicht im Stich lassen. Der KOD und die Polizei sollten hier mit den verfügbaren Mitteln wie erhöhter Präsenz, Platzverweisen, Durchsetzung von Hausverboten oder Festsetzungen entgegenwirken. Das dient den friedlichen Nutzern der Einrichtung und der Nachbarschaft.“ Weiter sind sich Dr. Norbert Ullrich, der zuständige Bezirksverordnete in Süd und Sebastian Stachelhaus einig: „Krefeld darf seinen Spitznamen in der Szene „KRime-City“ nicht beflügeln. Die Interessen der Mitte der Gesellschaft sind priorisiert zu wahren. Hilfsangebote sind keine Einbahnstraße und wer sich nicht an die einfachsten Regeln hält oder sogar andere belästigt oder gefährdet, muss erfahren, dass die Geduld und berühmte Toleranz der Krefelderinnen und Krefelder auch Grenzen haben.“
Wir würden uns wünschen, dass wir in Zeiten eines angespannten Haushalts nicht auch noch über erhöhten Bedarf bei den Ordnungsbehörden diskutieren müssen.