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Seidenweberhaus: Verwaltung beantwortet Anfrage der FDP: „Einen direkten Abrissbeschluss gibt es nicht.“

Mitte Juli hatte die FDP-Ratsgruppe den – zwischenzeitlich ausgeschiedenen – Beigeordneten Marcus Beyer nach dem Beschluss zum Abriss des Seidenweberhauses gefragt.

Anlass war, dass die Verwaltung wiederholt Fragen der Liberalen zu den Kosten des Abrisses und der Entsorgung der Veranstaltungshalle sowie dann erforderlich werdender Arbeiten an der Tiefgarage nicht beantwortete. „Das hat bei uns die Frage aufkommen lassen, ob der Abriss überhaupt jemals vom Stadtrat beschlossen wurde“, so Ratsherr Joachim C. Heitmann, Sprecher der FDP-Ratsgruppe.

Die nun bei der FDP eingegangene Antwort der Verwaltung: „Einen direkten Abrissbeschluss gibt es nicht.“ 2019 sei lediglich ein Beschluss gefasst worden, „der auch die Möglichkeit des Abrisses vorsieht“ (Anlage).

Tatsächlich beschlossen wurde im Stadtrat am 28. November 2019 nur ein Interessenbekundungsverfahren – mit anschließendem Teilnahmewettbewerb – mit den Optionen der Sanierung eines Bestandsgebäudes oder dem Neubau einer Veranstaltungshalle durchzuführen (Anlage).

Im Mai 2024 stimmte der Rat dann der Vorbereitung und Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens für einen Verwaltungsneubau auf dem Theaterplatz zu. Dieses Verfahren wurde aber nicht durchgeführt (Anlage).

„Nachdem feststeht, dass kein ausdrücklicher Beschluss zum Abriss gefasst wurde, verwundert es nicht, dass die mit einem Abriss der Halle verbundenen Kosten nicht beziffert werden. Eine Option für die Verwaltung scheint zu sein, dass man nach dem Bau der neuen Veranstaltungshalle am Girmesgath das Seidenweberhaus seinem Schicksal als Lost Place überlässt.“